Abschreibungen

Abschreibung Software

Software, das sind die Computerprogramme und diese werden nach deutscher Rechtsauffassung als selbständige immaterielle Wirtschaftsgüter geführt. Wenn sie dauerhaft in der Buchhaltung oder der Produktion einer Firma eingesetzt wird gehört sie auch zum Anlagevermögen. Sie dürfen jedoch (§ 248 Abs. 2 HGB und § 5 Abs. 2 EStG) nur aktiviert werden, wenn sie gegen Bezahlung erworben worden sind.

Abschreibung Software – jährliche Abschreibung

Der jährliche AfA- Betrag richtet sich, wie bei allen anderen Wirtschaftsgütern auch, nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei der Abschreibung der Software liegen § 253 Abs. 2 S. 2 HGB und § 7 Abs. 1 S. 2 EStG zugrunde.

Es ist zu empfehlen, den Bereich der gewerblichen Anwendung mit den steuerrechtlichen Grundsätzen für die Bewertung von Software genau zu definieren. Eine deutliche Abgrenzung und die technische und rechtliche Beurteilung ist für die Abschreibung der Software wichtig.

Abschreibung Anwendungs- Software

Es wäre nicht fachgerecht die System- oder Anwendungssoftware gleich anzusetzen. Systemsoftware steuert in der Regel den Maschinenbetrieb des Unternehmens und hierfür wäre die betriebsbedingte Nutzungsdauer an die der Hardware anzupassen. Bei jedem Wechsel der Hardware muss meist auch die dazugehörige Systemsoftware ausgetauscht werden. Anwendungssoftware wird sich also schneller mit den betrieblichen Anforderungen überholen.

Die mit einem Softwareerwerb zusammenhängenden Aufwendungen müssen auch  genau aufgelistet werden.

Die Anschaffungskosten bei der Software beinhalten im Wesentlichen die Bezahlung für die unbefristeten Rechte auf Nutzung eines Computerprogramms. Zusätzlich können lt. § 255 Abs.1 HGB auch Anschaffungsnebenkosten aktiviert werden, falls diese gekauft werden müssen damit die Software in einen betriebsbereiten Zustand gelangt. Hierzu gehören auch Kosten für die Planung und die Software-Beratung. Ebenso hinzuzurechnen sind notwendige Schulungsmaßnahmen des bedienenden Personals. Zusätzlich muss man an die Neuorganisation verschiedener betrieblicher Abläufe durch die neue Software denken.

Abschreibung gekaufter System - Software

Die einheitlich vorgesehene betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für System -Software von 10 Jahren ist eigentlich zu lang, denn die Nutzungsdauer von Software ist je nach Anwendungsgebiet sehr unterschiedlich.

Kleine Softwarepakete (bis zu 1.000 € Anschaffungskosten) stellen die große Mehrheit bei den deutschen Softwareeinkäufen. Diese werden in der Regel auch nur 2 bis 3 Jahre genutzt. Bei großen und firmenspezifischen Softwarelösungen sind meist längere Nutzungszeiträume geplant. Dies ist jedoch auch nur bei speziellen Lösungen oder bei neuen Softwareprodukten der Fall. Ist die Software zum Zeitpunkt des Kaufes bereits einige Jahre alt, kann sich hierdurch auch die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer entsprechend verkürzen.

Dies ist vor allem durch ständige technologische Neuerungen oder auch aufgrund von neuen Anforderungen an die notwendigen Datenverarbeitungsprozesse folgerichtig. Gerade die Software ist wie der gesamte EDV-Sektor sehr schnelllebig und Verbesserungen und Erweiterungen führen dazu, dass die Gebrauchszyklen sich permanent verkürzen.

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