Abschreibungen

Einheitswertberechnung

Schon immer diente die Einheitswertberechnung als Grundlage zu unterschiedlichen Steuerberechnungen. Zum Beispiel für die Ermittlung der Vermögens-, der Erbschafts-  und auch der Grundsteuer. Außerdem ist die Einheitswertberechnung für Versicherungen zur Wertermittlungsgrundlage geworden für Gebäudeversicherungen.

Bei einer generellen Abschaffung der Einheitswertberechnung könnte dieser abgelöst werden durch die wesentlich exaktere und ausführlichere Wertermittlung des tatsächlichen Gebäudewertes.

Einheitswertberechnung – eine Berechnungsgrundlage

Die Anwendungsbereiche und die Berechnung des Einheitswertes sind im Bewertungsgesetz erklärt und festgelegt. Zusätzlich unterstützt die Einheitswertberechnung grundlegend auch Preisgestaltungen, denn je nach Beschaffenheit des Wertgegenstandes sind unterschiedliche Erlöse zu erzielen. Die Einheitswertberechnung entspricht jedoch nicht dem aktuellen Verkehrswert. Er unterscheidet sich nämlich durch die Ermittlungsverfahrensweise und einen festen Stichtag der Bewertung.

Für die Feststellung der Einheitswertberechnung wird vom zuständigen Finanzamt ein Fragebogen an den Eigentümer versandt. Auf den hierauf gemachten Angaben findet die Einheitswertberechnung statt und wird der Einheitswert anschließend festgelegt. Diese Befragung findet beim Kauf oder nach der Fertigstellung eines Bauvorhabens und nach einem Umbau oder Verkauf von Grundstücken statt. Diesem Fragebogen sind nach dem vollständigen und wahrheitsgemäßen Ausfüllen auch Baupläne, Wohnflächenberechnungen und eventuell Auskünfte von zu erwartenden Mieteinkünften beizulegen.

Einheitswertberechnung – Grundlage für amtliche Berechnungen

Das Finanzamt hat meist Hauptfeststellungs- Zeitpunkte, und legt die zum Stichtag gültige Miete und Norm Bauweise zugrunde. Unterschieden wird bei der Einheitswertberechnung, ob die Werte für ein bebautes oder ein unbebautes Grundstück und ob es sich beim Vermögenswert um eine land- und forstwirtschaftliche Nutzung handelt. Abschließend erhalten die Eigentümer einen Einheitswertbescheid vom Finanzamt. Dieser Bescheid kann bei Zweifeln an der Richtigkeit der ermittelten Werte innerhalb von vier Wochen angefochten werden.

Die Gemeinde, in der das Grundstück liegt wird die Einheitswertberechnung  als Messbetrag für den jährlich zu erlassenden Hebesatz im Grundsteuerbescheid heranziehen. Bei jeder Veränderung zur ursprünglichen Hauptfeststellung wird der Wert nach Nutzungsart oder durch einen Eigentümerwechsel neu ermittelt. Sollte durch die neue Einheitswertberechnung eine Fehlerkorrektur notwendig werden, dann erfolgt die Nachfeststellung (Nachforderung der Behörde) des Einheitswertes. Es ist immer lohnend für Eigentümer einen kritischen Blick auf den Grundsteuerbescheid zu werfen. Sorgen Sie dafür, dass bauliche Änderungen oder entstehende Mängel und eine  Altersminderung berücksichtigt werden. Unter Umständen lohnt sich auch ein Sachverständiger, der solche fehlerhaften Bewertungen widerlegen kann als Grundlage für einen Antrag auf Wertfortschreibung beim Finanzamt.

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